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    24-Stunden-Pflege Kosten Frankfurt 2026: Modelle + Zuschüsse

    23. April 202613 Min. LesezeitAVYTA Team
    24-Stunden-Pflege zu Hause in Frankfurt – Kosten und Modelle 2026

    24-Stunden-Pflege in Frankfurt – der Begriff ist irreführend. In Wahrheit gibt es drei unterschiedliche Modelle, die sich in Kosten, rechtlicher Konstruktion und Pflegequalität deutlich unterscheiden. Der monatliche Kostenrahmen für 24-Stunden- Pflege zu Hause in Frankfurt liegt 2026 zwischen 2.500 und 6.000 €. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen ehrliche Preise, alle Zuschüsse der Pflegekasse, was steuerlich absetzbar ist und welche Frankfurter Anlaufstellen Sie kennen sollten.

    2.500 – 6.000 € / Monat
    Realistische Spanne für 24-Stunden-Pflege in Frankfurt 2026 · abhängig vom Modell und Pflegegrad

    Das Wichtigste in Kürze

    • „24h-Pflege" ist meist eine Live-In-Kraft im Haushalt – keine echte 24/7-Versorgung
    • Drei Modelle: Live-In, ambulanter Pflegedienst, vollstationäre Pflege
    • Pflegekasse zahlt Pflegegeld, Sachleistung, Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege
    • Steuerlich absetzbar nach §33 EStG (außergewöhnliche Belastungen)
    • Bei zu geringen Eigenmitteln: Hilfe zur Pflege durch das Frankfurter Sozialamt

    24-Stunden-Pflege in Frankfurt: Was steckt wirklich dahinter?

    Der Begriff „24-Stunden-Pflege" ist juristisch und arbeitsrechtlich problematisch. Eine einzelne Person kann in Deutschland nicht legal 24 Stunden täglich arbeiten – das verstößt gegen Arbeitszeitgesetz, Mindestlohngesetz und Pausenregelungen. Was Vermittlungsagenturen anbieten, ist fast immer eine Live-In-Betreuung: Eine Betreuungskraft (überwiegend aus Polen, Rumänien oder der Slowakei) wohnt im Haushalt und ist „rund um die Uhr anwesend" – aber eben nicht 24 Stunden im Dienst.

    Eine echte 24/7-Versorgung gibt es nur über einen Pflegedienst mit mehreren Mitarbeitern im Schichtdienst (z. B. bei außerklinischer Intensivpflege) – das kostet ein Vielfaches und ist medizinisch verordnet. Mehr dazu in unserem Beitrag zur außerklinischen Intensivpflege in Frankfurt.

    Die 3 Modelle der 24-Stunden-Pflege im Vergleich

    1. Live-In-Betreuungskraft (Entsendemodell)

    Eine ausländische Betreuungskraft wohnt im Haushalt – meist in 4- bis 8-Wochen-Rotation mit einer Kollegin. Über eine Vermittlungsagentur (Auftraggeber: deutsche Familie, Arbeitgeber: ausländischer Dienstleister) wird die Person nach Deutschland entsandt. Aufgaben: Hauswirtschaft, Begleitung, Grundpflege, soziale Betreuung. Keine Behandlungspflege (Medikamentengabe ist rechtlich oft Grauzone).

    Kosten Frankfurt 2026: 2.500 – 3.500 € monatlich (legal, mit A1-Bescheinigung)

    2. Ambulanter Pflegedienst mit erweiterten Stunden

    Ein zugelassener Pflegedienst wie AVYTA übernimmt mehrere Einsätze pro Tag – morgens beim Aufstehen, mittags zum Essen, abends beim Zubettgehen, dazu bei Bedarf nachts. Vorteil: professionelle Pflegefachkräfte, deutschsprachig, vollständige Behandlungspflege möglich, Direktabrechnung mit Pflegekasse und Krankenkasse. Keine Live-In-Betreuung – Pflegebedürftige sind zwischen den Einsätzen alleine bzw. mit Angehörigen.

    Kosten Frankfurt 2026: 1.500 – 4.000 € monatlich (variiert stark nach Einsatzfrequenz)

    3. Vollstationäre Pflege (Pflegeheim)

    Umzug in ein Pflegeheim – rund um die Uhr Personal vor Ort, medizinische Versorgung integriert. In Frankfurt liegt der Eigenanteil 2026 bei rund 2.500 – 3.500 € pro Monat zusätzlich zum Anteil der Pflegekasse (einrichtungseinheitlicher Eigenanteil EEE plus Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten). Durch die seit 2022 eingeführten Leistungszuschläge sinkt der Eigenanteil im 1. Jahr um 15 %, im 2. Jahr 30 %, im 3. Jahr 50 %, ab dem 4. Jahr 75 %.

    Eigenanteil Frankfurt 2026: 2.500 – 3.500 € monatlich (im 1. Jahr, danach mit Zuschlag sinkend)

    Kosten 2026 in Frankfurt – die Tabelle

    ModellBrutto-Kosten / MonatGeeignet für
    Live-In-Kraft (Entsendung)2.500 – 3.500 €Demenz, dauerhafte Anwesenheit nötig
    Live-In (deutsche Beschäftigung)4.500 – 6.000 €Höchste Rechtssicherheit
    Ambulanter Pflegedienst (intensiv)1.500 – 4.000 €Behandlungspflege, geregelter Tagesablauf
    Pflegeheim Frankfurt2.500 – 3.500 € EigenanteilSchwere Pflegefälle, soziale Isolation
    Außerklinische Intensivpflege (24/7)15.000 – 25.000 €Beatmung, Trach.-Versorgung – Krankenkasse zahlt

    Was die Pflegekasse 2026 dazugibt

    Egal welches Modell: Die gesetzliche Pflegekasse beteiligt sich an den Kosten der häuslichen Pflege. Diese Leistungen stehen Ihnen 2026 zu:

    LeistungPG 2PG 3PG 4PG 5
    Pflegegeld / Monat347 €599 €800 €990 €
    Sachleistung / Monat796 €1.497 €1.859 €2.299 €
    Entlastungsbetrag / Monat131 €131 €131 €131 €
    Verhinderungspflege / Jahr1.685 €1.685 €1.685 €1.685 €

    Top-Tipp für die 24-Stunden-Pflege: Die Verhinderungs- pflege (1.685 € pro Jahr) ist ideal, um Wechsel zwischen zwei Live-In-Kräften oder kurzzeitige Ausfälle zu überbrücken. Wie Sie das voll ausschöpfen, lesen Sie in unserem Beitrag Verhinderungspflege nutzen.

    Eigenanteil-Beispiel: PG 3 mit Live-In-Kraft in Frankfurt

    Rechenbeispiel: Ehepaar in Frankfurt-Bockenheim

    • 3.000 € Live-In-Kraft (Vermittlungsagentur, legales Entsendemodell)
    • – 599 € Pflegegeld bei PG 3 (kann an Familie gehen, die es weiterleitet)
    • – 131 € Entlastungsbetrag (für Putzen oder Hauswirtschaft durch zertifizierten Pflegedienst)
    • = ca. 2.270 € Eigenanteil pro Monat

    Die Verhinderungspflege (1.685 € jährlich) reduziert den Eigenanteil zusätzlich um durchschnittlich rund 140 € monatlich.

    Den persönlichen Eigenanteil können Sie mit unserem Eigenanteil-Rechner konkret durchrechnen. Wie sich Pflegegeld, Sachleistung und Entlastungsbetrag in Ihrer Situation verteilen, zeigt der Pflegerechner.

    Steuerliche Absetzbarkeit der 24-Stunden-Pflege

    Pflegekosten können in der Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Belastungen nach §33 EStG angesetzt werden. Abgezogen wird die zumutbare Eigenbelastung (1 – 7 % des Gesamtbetrags der Einkünfte, je nach Familienstand und Kinderzahl). Alternativ: 20 % der Lohnkosten (max. 4.000 € jährlich) als haushaltsnahe Dienstleistung nach §35a EStG, wenn die Pflege im eigenen Haushalt stattfindet. Wichtig: Beide Wege schließen sich gegenseitig aus, der bessere darf gewählt werden. Lassen Sie sich von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein in Frankfurt beraten.

    Wenn die Eigenmittel nicht reichen: Hilfe zur Pflege in Frankfurt

    Reichen Rente, Vermögen und Pflegekassen-Leistungen nicht aus, springt das Sozialamt der Stadt Frankfurt nach §61 SGB XII ein – die sogenannte „Hilfe zur Pflege". Voraussetzungen:

    • Vermögensgrenze: 10.000 € Schonvermögen (ohne selbstgenutzte Immobilie)
    • Einkommen: Renten und sonstige Einkünfte werden bis auf einen Selbstbehalt eingesetzt
    • Unterhaltsrückgriff: Erwachsene Kinder seit 2020 erst ab 100.000 € Bruttojahreseinkommen heranziehbar

    Anlaufstelle: Sozialamt Frankfurt am Main, Berliner Straße 33, 60311 Frankfurt, Tel. 069 212-30032. Antrag möglichst frühzeitig stellen – die Bewilligung kann mehrere Wochen dauern.

    Pflegedienst oder Live-In-Kraft? Vor- und Nachteile

    Live-In-Kraft – Vorteile

    • Permanente Anwesenheit, Sicherheit bei Demenz
    • Soziale Begleitung, Gespräche, Aktivierung
    • Hauswirtschaft inklusive
    • Planbare monatliche Kosten

    Live-In-Kraft – Nachteile

    • Sprachbarriere möglich
    • Keine Behandlungspflege erlaubt
    • Wechsel alle 4–8 Wochen → Beziehung
    • Eigenes Zimmer im Haushalt nötig

    Pflegedienst – Vorteile

    • Examinierte Pflegefachkräfte
    • Behandlungspflege (Wundversorgung, Insulin)
    • Direktabrechnung mit Kasse
    • Deutschsprachiges Personal

    Pflegedienst – Nachteile

    • Keine 24h-Anwesenheit
    • Termin-Flexibilität begrenzt
    • Wechselnde Pflegekräfte möglich
    • Höhere Stundensätze

    In vielen Frankfurter Haushalten bewährt sich die Kombination: Live-In-Kraft für Anwesenheit und Alltag, Pflegedienst für Behandlungspflege. Mehr zu unserem Angebot lesen Sie unter 24-Stunden-Pflege bei AVYTA.

    Lokale Anlaufstellen in Frankfurt am Main

    Pflegestützpunkt Frankfurt

    Kostenlose, neutrale Beratung zu allen Pflegethemen – auch zur Auswahl des passenden 24-Stunden-Modells. Hotline: 0800 5893659 (gebührenfrei).

    Sozialamt Frankfurt

    Berliner Straße 33, 60311 Frankfurt am Main. Hilfe zur Pflege nach §61 SGB XII. Tel. 069 212-30032.

    AVYTA – Pflegedienst Frankfurt

    Zugelassener Pflegedienst nach §72 SGB XI mit Behandlungs- und Grundpflege, außerklinischer Intensivpflege und Beratungseinsätzen. Mehr Informationen auf unserer Standortseite Frankfurt.

    Häufige Fragen zu 24-Stunden-Pflege Kosten in Frankfurt

    Was kostet 24-Stunden-Pflege in Frankfurt 2026?

    Eine legal vermittelte Live-In-Betreuungskraft kostet in Frankfurt 2026 zwischen 2.500 und 3.500 € pro Monat – inklusive Person, Vermittlungsagentur, Sozialversicherung und Steuern in Polen oder Rumänien. Bei deutscher Beschäftigung über einen Arbeitsvertrag liegt die Größenordnung deutlich höher (4.500–6.000 € monatlich). Hinzu kommen Verpflegung und ein eigenes Zimmer im Haushalt. Pflegegeld der Pflegekasse, Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege reduzieren den Eigenanteil deutlich.

    Was kostet eine Stunde Pflegedienst in Frankfurt?

    Die Stundensätze ambulanter Pflegedienste in Frankfurt liegen 2026 zwischen 45 und 65 € für Behandlungspflege (SGB V) und 38 bis 55 € für Grundpflege und Hauswirtschaft (SGB XI). Die Pflegekasse rechnet überwiegend mit Leistungskomplexen ab, nicht mit Stundensätzen – ein Hausbesuch (Körperpflege, Anziehen, Frühstück) kostet je nach Umfang 25 bis 60 €. Ein konkretes Angebot erhalten Sie bei Ihrem Pflegedienst oder im Pflegestützpunkt Frankfurt.

    Ist eine Live-In-Pflegekraft aus Polen in Deutschland legal?

    Ja – über das sogenannte Entsendemodell ist eine Beschäftigung in Deutschland legal, wenn die Kraft in Polen oder einem anderen EU-Land regulär angestellt ist und ihr Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge dort abführt. Wichtig: A1-Bescheinigung muss vorliegen, Arbeitszeit-, Mindestlohn- und Pausenregeln gelten auch in Deutschland. Schwarzbeschäftigung dagegen ist illegal und kann teuer werden – inklusive Nachzahlungen, Bußgeldern und persönlicher Haftung im Schadensfall.

    Lohnt sich 24-Stunden-Pflege oder ein Pflegedienst in Frankfurt mehr?

    Das hängt vom Pflegebedarf ab. Eine Live-In-Kraft eignet sich, wenn rund um die Uhr eine Bezugsperson im Haushalt sein soll – etwa bei Demenz mit Weglauftendenz. Ein ambulanter Pflegedienst ist sinnvoll, wenn punktueller, aber qualifizierter Bedarf besteht (Behandlungspflege, Wundversorgung, Insulin) oder wenn das Pflegeumfeld stabiler ist. Häufig ist eine Kombination ideal: Live-In-Kraft für Alltag und Hauswirtschaft plus Pflegedienst für Behandlungspflege.

    Welche Zuschüsse gibt es in Frankfurt für die 24-Stunden-Pflege?

    Bundesweit zahlt die Pflegekasse: Pflegegeld (PG 2: 347 € bis PG 5: 990 €), Entlastungsbetrag (131 € monatlich), Verhinderungspflege (1.685 € jährlich) und Pflegehilfsmittel (42 € monatlich). Reichen die Eigenmittel nicht, übernimmt das Frankfurter Sozialamt nach §61 SGB XII (Hilfe zur Pflege) ergänzend Kosten. Anlaufstelle: Sozialamt Frankfurt, Tel. 069 212-30032. Zusätzlich sind die Kosten als außergewöhnliche Belastung nach §33 EStG steuerlich absetzbar.

    Wie finde ich einen guten 24-Stunden-Pflegedienst in Frankfurt?

    Wichtige Qualitätsmerkmale sind: zugelassener Pflegedienst nach §72 SGB XI mit aktueller MD-Prüfnote, transparente Preisliste, deutschsprachiges Pflegepersonal mit Pflegefachkraft-Quote, klare Bezugspflege (möglichst feste Mitarbeiter), Erreichbarkeit rund um die Uhr und schriftlicher Pflegevertrag. Vergleichsmöglichkeiten bietet der Pflegestützpunkt Frankfurt (0800 5893659), der unabhängig berät. AVYTA als zugelassener Pflegedienst in Frankfurt erstellt Ihnen ein unverbindliches Angebot.

    Hinweis

    Dieser Beitrag bietet einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine individuelle Pflege- oder Steuerberatung. Verbindliche Auskünfte erteilt Ihre Pflegekasse, der Pflegestützpunkt Frankfurt oder ein Steuerberater.

    24-Stunden-Pflege in Frankfurt – wir beraten Sie persönlich

    AVYTA ist ein zugelassener Pflegedienst in Frankfurt und unterstützt Sie bei der Auswahl des passenden Pflege-Modells – von Live-In-Vermittlung bis intensiver Behandlungspflege. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch.

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